Re-elko, Der Massivholzspezialist

Wie finde ich zu meinem Terrassenholz

In allererster Linie muss die Terrasse über Jahre gefallen. Überlegen Sie deshalb zuerst, welches Erscheinungsbild Sie sich wünschen: eine gewisse Eleganz, edel, ruhig und barfußfreundlich, dann führt der Weg zum astfreien Terrassenholz. Darf es ein natürlicher Landhausstil sein, ehrlich, astig oder sogar ein bisschen derb, dann ist naturastiges Terrassenholz das richtige.

Als Zweites soll das Holz der künftigen Nutzung standhalten. Die Liste unten nennt zu jedem Wunsch die Hölzer, die dazu passen. Mehrfachnennungen führen Sie schnell zum Ziel.

Ein Sonderfall steht vorne an

Wenn die Terrassenkonstruktion tragend wird, es sich also um Stege oder Flächen über Wasser handelt oder um Flächen mit Absturzhöhen über 60 cm, muss das Holz für diese Anwendung zugelassen sein. Für diesen Fall haben wir ein Produkt mit der entsprechenden bauaufsichtlichen Zulassung im Programm: Kebony Clear ohne Seitennut zur festen, sichtbaren Verschraubung. Alternativ kann eine Absturzsicherung in Form von Gitterrosten untergebaut werden, dann sind Sie in der Auswahl wieder frei.

Ihr Wunsch, unsere Empfehlung

Suchen Sie die Zeile, die auf Ihr Vorhaben zutrifft. Steht ein Holz in mehreren Zeilen, ist es für Sie besonders geeignet.

  • Die Fläche wird mechanisch schwer belastet, etwa in Gastronomie, Eingang, Objekt oder Schule

    Astfreies Terrassenholz

    • Kebony Clear
    • grad System Kebony
    • Robinie
    • Kastanie
    • bedingt Thermo Esche

    Naturastiges Terrassenholz

    • Kebony Character
    • Douglasie
    • Lärche
    • Eiche
  • Der Belag soll möglichst barfußfreundlich sein

    Astfreies Terrassenholz

    • Accoya
    • Kebony Clear
    • Thermo Esche
    • Thermo Pappel

    Naturastiges Terrassenholz

    • Kebony Character

    Accoya, Kebony Clear und Thermo Esche sind auch im grad Terrassensystem lieferbar.

  • Die Terrasse soll sehr lange halten

    Astfreies Terrassenholz

    • Accoya
    • Kebony Clear
    • Thermo Esche
    • Robinie
    • Kastanie
    • Thermo Pappel

    Naturastiges Terrassenholz

    • Kebony Character
    • Organowood
    • Thermo Kiefer
  • Ich suche ein günstiges Holz, das lange hält

    Astfreies Terrassenholz

    • Thermo Pappel

    Naturastiges Terrassenholz

    • Organowood
    • Thermo Kiefer
    • Douglasie
    • bedingt Lärche
  • Die Dielen sollen möglichst lang sein, weil ich fast keinen Längsstoß möchte

    Astfreies Terrassenholz

    • Accoya
    • Kebony Clear
    • Robinie
    • Kastanie

    Naturastiges Terrassenholz

    • Thermo Kiefer
    • Kebony Character
    • Organowood
    • Douglasie
    • Lärche
  • Die Fläche soll möglichst pflegeleicht sein

    Astfreies Terrassenholz

    • Kebony Clear

    Naturastiges Terrassenholz

    • Kebony Character
  • Ich möchte dauerhaft ein helles Holz

    Astfreies Terrassenholz

    • Accoya

    Accoya ist das einzige Holz, mit dem ein heller Ton über Jahre erhalten werden kann.

Welche Oberfläche ist wofür geeignet

Soll das Holz genutet, gerillt, geriffelt, gebürstet, geschroppt, gesägt, bombiert oder einfach glatt gehobelt sein? Die Antwort ist relativ einfach. Die universelle Oberfläche ist die glatt gehobelte. Sie ist natürlich und belässt jeder Diele ihren eigenen Ausdruck. Dazu gehören die natürliche Textur, die Farbe, Äste, aber auch natürliche Veränderungen durch Bewitterung wie feine Oberflächenrisse.

Nuten, Riffeln und ähnliche Oberflächen sind nur dafür gut, das Erscheinungsbild des Holzes zu vereinheitlichen und witterungsbedingte Erscheinungen etwas zu kaschieren. Das Geld für gebürstete Oberflächen kann man sich sparen, die weichen Holzanteile verwittern ohnehin als Erstes und die Optik entsteht von ganz alleine.

Sägeraue Oberflächen unterstreichen die Derbheit einer Holzdiele, sie erhöhen sozusagen den Brettcharakter. Geschroppte Dielen erhalten künstlich den Eindruck jahrzehntealter, tiefer Verwitterung. Den besonderen Charme spielen diese Oberflächen in vergrautem Zustand aus.

Die bombierte Diele ist insofern clever, weil hier die Vorzüge einer glatt gehobelten Diele noch erweitert werden. Durch die konvexe Wölbung läuft Regenwasser schnell ab, das Holz trocknet schneller und es bilden sich kaum Pfützen. Sollte das Holz einmal von unten stark befeuchtet werden, verschwindet zwar die Wölbung an der Oberseite, die Hohlformung bleibt aber aus.

Rutschfestigkeit von Terrassendielen

Warum ist Holz manchmal so glatt? Weil es nicht gereinigt wurde. Eine lapidare, aber wahre Antwort. Starke Nutzung wirkt durch den steten Abrieb übrigens wie eine mechanische Reinigung, was erklärt, warum solche Flächen nur an den Rändern rutschig sind. Zunächst müssen wir mit dem Irrglauben aufräumen, es gäbe eine Antirutschfräsung oder Ähnliches.

Die rutschfesteste Oberfläche ist grundsätzlich die glatt gehobelte. Ein rutschiger Film entsteht zunächst durch das Ansammeln von Staub- und Schmutzpartikeln sowie Pollen, die durch Regentropfen aus der Luft gewaschen werden. Nach dem Trocknen bildet sich daraus ein stabiler Biofilm, der in feuchtem Zustand extrem glatt werden kann.

In allen Vertiefungen einer Terrassendiele, also allen gerillten, geriffelten, genuteten und geschroppten Oberflächen, sammelt sich Wasser sowie organisches Material und sorgt so für lang anhaltende Rutschigkeit. Die bombierte Oberfläche schneidet mindestens vergleichbar, wenn nicht besser ab, weil Wasser und der im Regen enthaltene Schmutz schnell ablaufen.

Das erklärt auch, weshalb Thermoholz, Accoya und Kebony rutschfester sind und langsamer Algen ansetzen: durch die Modifikation ist die Wasseraufnahme stark reduziert, die Effekte addieren sich.

Terrassenholz ölen oder nicht ölen

Ein Ölauftrag vermindert beziehungsweise verlangsamt die Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes. Damit trägt eine Ölung zur Erhöhung der Rutschfestigkeit bei. Durch die verlangsamte Wasseraufnahme ist der holztypische Quell- und Schwindprozess reduziert. Damit sind die Spannungen im Holz kleiner und die Rissbildung an der Oberfläche verringert sich.

Öl hat zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf die Haltbarkeit des Holzes, durch die geringere Belastung und Durchfeuchtung der Dielen kann die Lebensdauer einer Terrasse aber spürbar erhöht werden. Das Ölen hat zusätzlich einen Einfluss auf die Holzfarbe.

Holzfarben im Außenbereich

Bleibt das Holz so schön hell oder dunkel? Nein. Jedenfalls nicht jedes und nicht ohne Weiteres. Holz ist grundsätzlich nicht UV-stabil. Das bedeutet, unter Lichteinfluss wird dunkles Holz heller und helles Holz dunkelt nach. Das Farbspektrum schrumpft extrem zusammen. Kommen jetzt noch Wasser und Wetter dazu, verliert sich jede Farbe vollständig und das Holz wird grau. Das gilt für alle Hölzer.

Grau ist aber nicht gleich grau. In der Regel kann man sagen: je weniger Wasser ein Holz aufnehmen kann, desto heller wird der Grauton. In der Abstufung von hell nach dunkel heißt das für unser Sortiment: Accoya, Kebony, Thermo Esche, Robinie, Organowood, Thermo Pappel, Thermo Kiefer, Lärche, Douglasie. Saugende und dauerfeuchte Hölzer neigen zu Schwarzschimmelansatz.

Wenn das Holz nicht grau werden soll, hilft nur Ölen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Öl sehr gut eindringt und nur so dick aufgetragen wird, dass sich kein Film an der Oberfläche bildet. Weiterhin sollte zumindest der erste Anstrich pigmentiert erfolgen, wobei gilt: helle Pigmente bieten einen geringen, dunkle Pigmente einen hohen UV-Schutz. Ansonsten wird sich nach einigen Jahren ein mittlerer Braunton einstellen.