Holzterrasse pflegen
Wie immer mit dem beginnenden Frühjahr stellt sich die Frage: Wie kann ich meine Holzterrasse richtig pflegen?
Wie bei anderen Baustoffen auch hinterlässt die dunkle Jahreszeit ihre Spuren auf Terrassen, Fassaden und Gartenmöbeln. Die Feuchtigkeit und das fehlende Licht befördern das Algenwachstum, besonders in Bodennähe und verschatteten Ecken. Der schmelzende Schnee hinterlässt alle Partikel, die er auf seinem Weg zur Erde aus der Luft gefischt hat.
Inhalt
- Zuerst wird gefegt
- Wenn sich bereits Algen gebildet haben
- Kann man das Holz jetzt sich selbst überlassen
Zuerst wird gefegt
Der Belag wird wenigstens mehrmals im Jahr gründlich abgefegt. Das ist das Mindeste, was an Pflege nötig ist. Zum Trost sei gesagt, dass das für alle Materialien gilt, irgendwann muss man ran und ein bisschen etwas tun.
In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass vor allem Schmutzpartikel das Substrat für Algenwachstum bilden. Wenn Sie Staub und Schmutzpartikel nicht entfernen, befördern Sie damit das Algenwachstum. Algen wiederum, und besonders deren Stoffwechselprodukte, machen Holzoberflächen glitschig und gefährlich.
Wenn sich bereits Algen gebildet haben
Dann sollten Sie diesen mit einem Schrubber und warmem Wasser zu Leibe rücken. Bei größeren Flächen kann das allerdings eine recht schweißtreibende Angelegenheit werden. Leichter haben Sie es, wenn Sie das Holz mit einem Fruchtsäurekomplex einweichen. Sehr gut geeignet ist dafür Holzfrisch von Naturhaus Naturfarben.
Bitte verwenden Sie keine Seife oder andere Haushaltsreiniger. Beim Abspülen können schädliche Stoffe ins Erdreich gelangen, wo sie nichts zu suchen haben. Außerdem werden nachfolgende Ölanstriche möglicherweise in ihren Eigenschaften gestört.
Das Mittel nach Herstellerangabe auftragen und circa 20 Minuten einwirken lassen. Die Fläche während der Einwirkzeit nicht austrocknen lassen und entsprechend feucht halten. Kleine Flächen können wieder mit dem Schrubber von Hand bearbeitet werden, einfacher geht es mit einer Terrassenreinigungsmaschine. Auf diese Weise werden Algen und Schmutz auch aus tieferen Poren entfernt. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen.
Kann man das Holz jetzt sich selbst überlassen
Möchte man eine natürlich vergrauende Oberfläche erhalten, dann ist man nun bereits am Ziel. Durch das intensive Reinigen kommt die ursprüngliche Holzfarbe wieder etwas zum Vorschein. Die natürliche Bewitterung ändert das aber schnell und es entsteht eine gleichmäßige, silbergraue Patina.
Bitte beachten Sie, dass das Holz in diesem Zustand ungehindert Wasser aufnimmt und entsprechend stark arbeitet. Das stresst die Diele und führt zu verstärkter Rissbildung. Zusätzlich steigt die durchschnittliche Materialfeuchte, sodass Pilze sich eher im Holz ansiedeln und ihr zerstörerisches Werk beginnen.
Aus diesem Gesichtspunkt heraus empfehlen wir, einen Terrassenbelag zu ölen. Ob es Ihrem Geschmack und Stil entspricht, das entscheiden aber Sie. Sollten Sie sich für eine geölte Oberfläche entscheiden, dann vermeiden Sie unbedingt, dass sich eine feste Ölschicht an der Oberfläche bildet. Verwenden Sie nur gut eindringendes Material und keine Lasuren oder Lacke.
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