Re-elko, Der Massivholzspezialist

Sibirische Lärche oder Hochgebirgslärche

Welches Holz ist besser? Diese Frage hören wir sehr häufig und die Meinungen dazu gehen oftmals recht weit auseinander.

An dieser Stelle haben wir Ihnen einige Fakten zusammengetragen und erläutern, wieso wir auf die sibirische Lärche in unserem Sortiment verzichten und stattdessen unser Augenmerk auf die Südtiroler Hochgebirgslärche richten.

Terrassendielen aus Lärche im Außenbereich

Welches Lärchenholz hält länger

Die natürliche Dauerhaftigkeit gegen Pilze, Fäule und Insekten liegt gemäß DIN EN 350:2015-12 bei der sibirischen Lärche wie bei der europäischen Lärche in Klasse 3 bis 4, also mäßig dauerhaft.

Theoretisch gibt es bei der sibirischen Lärche auch einen Dauerhaftigkeitswert von 3, aber nur, wenn die Rohdichte mehr als 700 Kilogramm je Kubikmeter beträgt. Die durchschnittliche handelsübliche Qualität der sibirischen Lärche wiegt pro Kubikmeter etwa 550 bis 590 Kilogramm. Wenn Sie die Jahrringe mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennen können, dann kommen Sie langsam in Richtung 700 Kilogramm.

Aufgrund des sibirischen Klimas wächst die sibirische Lärche langsamer und hat im Allgemeinen geringere Jahrringbreiten als die europäische Lärche. Wächst die heimische Lärche aber in den höheren Lagen der Alpen, weist sie ebenfalls engere Jahrringe auf.

Eine Forschungsarbeit aus Deutschland befasste sich mit der Ermittlung der Dauerhaftigkeit in einer dem Holzeinsatz üblichen Einbausituation. Die Ergebnisse nach acht Jahren Laufzeit dieses Feldversuches ergaben, dass Lärche in der Gebrauchsklasse 3, also direkt bewittert, aber ohne Erdkontakt, in die Dauerhaftigkeitsklasse 2 eingestuft werden kann.

Bei einer fachlich korrekten Konstruktion sind beide Lärchenarten gleichermaßen für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Beide sollten regelmäßig gewartet und gepflegt werden. Das klingt aufwendig, bezieht sich jedoch rein auf Sauberhalten und etwa alle vier Jahre eine wirkstoffhaltige Imprägnierung. Das gilt im Prinzip für jede Terrasse.

Die beiden Hölzer in Kurzform

HochgebirgslärcheSibirische Lärche
Herkunft SüdtirolHerkunft Sibirien
Wuchsregion zwischen 1.200 und 2.000 MeterDauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4
Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4Farbton rotbraun bis hellgelb
Farbton hellgelb bis rötlich braunPreisbewusste Alternative, leicht zu verarbeiten
Schonende Trocknung durch Luft und Wind, kurze TransportwegeHomogene Struktur
Reich an wertvollem LärchenharzGute Haltbarkeit ohne direkten Erdkontakt
Langlebig ohne direkten Erdkontakt

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus

Da beide Lärchenhölzer nahezu identische Eigenschaften aufweisen und somit gleichermaßen für den Bau Ihrer Terrasse, Fassade, Ihres Zauns oder Sichtschutzes geeignet sind, bleibt noch der Blick auf die Nachhaltigkeit. Diese hängt unter anderem von der Art der Bewirtschaftung der jeweiligen Wälder ab.

Hier kommt die PEFC Zertifizierung ins Spiel. PEFC ist das weltweit verbreitetste Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Diese Zertifizierung garantiert die Herkunft des Holzes aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. So werden diese Wälder erhalten beziehungsweise verbessert, weil ein Gleichgewicht zwischen Produktionsanforderungen und umweltgerechten sowie sozialen Aspekten hergestellt wird. Die Südtiroler Waldeigentümer bewirtschaften bereits seit Langem in Zusammenarbeit mit den Forstdiensten nachhaltig die eigenen Wälder.

Unser Fazit

Rein vom Material her gesehen weisen sowohl die sibirische Lärche als auch die Südtiroler Hochgebirgslärche keine signifikanten Unterschiede in der Haltbarkeit auf. Unserer Meinung nach existiert jedoch eine breite Schere hinsichtlich der Nachhaltigkeit. Dies betrifft sowohl den Abbau von Holz in besonders schützenswerten Waldgebieten als auch die erforderlichen Transportwege.

Daher setzen wir unser Augenmerk auf die Südtiroler Hochgebirgslärche.