Re-elko, Der Massivholzspezialist

WPC oder Holz

Als stolzer Besitzer einer Terrasse oder eines Balkons möchten Sie dort möglichst viel Zeit verbringen. Der Komfort sowie der Wohlfühlfaktor spielen bei der Einrichtung eine große Rolle.

Außer WPC und Holz gibt es natürlich weitere Terrassenbeläge wie Fliesen, Stein oder Beton. Diese lassen wir an dieser Stelle beiseite und beschränken uns auf die Entscheidung zwischen WPC und Massivholz.

Holzterrasse mit Sitzbereich vor einer Holzfassade

Was ist eigentlich WPC

WPC ist eine Abkürzung aus dem Englischen und bedeutet Wood Plastic Composite. Das heißt, bei WPC handelt es sich um einen Verbundwerkstoff aus Holz und Plastik. WPC enthält neben Holzfasern und Polyethylen noch weitere Zusatzstoffe wie Farbpigmente und UV-Blocker. Eine WPC Diele wird unter hohem Druck in Form gepresst oder gegossen.

Welche Vorteile hat welches Material

Ein Vorteil von WPC ist, dass diese Dielen nicht splittern. So sind Barfußlaufen, spielende Kinder oder Haustiere kein Problem, denn es besteht keine Gefahr, sich mit einem Holzsplitter zu verletzen.

Der größte Vorteil von Holz ist seine Natürlichkeit. Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der gut riecht und Charakter zeigt. Holzdielen besitzen einen harmonischen und gemütlichen Eindruck, der sich positiv auf das gesamte Ambiente und das Wohlbefinden auswirkt. Außerdem gibt es nahezu unzählige Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf Preis, Farbgebung, Optik und Sortierung.

Holzterrassendielen besitzen außerdem eine deutlich geringere Längenausdehnung, reagieren weniger empfindlich auf Frost und heizen sich bei starker Sonneneinstrahlung nicht so sehr auf.

Ist WPC haltbarer als Holz

Die sogenannten Dauerhaftigkeitsklassen helfen Ihnen, die Haltbarkeit von Holzterrassendielen einzuordnen. Die DIN Norm 350-2 prüft und ordnet die verschiedenen Holzarten in Bezug auf Anfälligkeit gegenüber Witterungseinflüssen und Schädlingen in Klassen von 1 bis 5 ein. Ein Holz der Dauerhaftigkeitsklasse 1 ist besonders widerstandsfähig, Hölzer der Klasse 5 am geringsten. Dies entspricht einer Haltbarkeit zwischen 5 und 25 Jahren.

Ausnahmen bilden die Holzdielen der Marken Kebony und Accoya, welche das Holz mit Bioalkohol beziehungsweise Essigsäureanhydrid behandeln und damit eine besonders hohe Haltbarkeit von bis zu garantierten 50 Jahren erzielen.

Bei WPC Dielen entscheidet das Mischungsverhältnis von Holzfasern und Kunststoff über die Haltbarkeit. Da Kunststoff beständiger ist als Holz, erhöht sich die Anfälligkeit für Mikroorganismen und Witterungseinflüsse mit der Höhe des Holzanteils. Pauschal kann man sagen, dass die Lebenserwartung von WPC Dielen zwischen 10 und 20 Jahren liegt.

Optik und Haptik

Massivholzdielen bieten Ihnen die klassische Holzoptik mit lebendiger Maserung, Struktur und Farbgebung. Solche Dielen sind immer eine Augenweide und die perfekte Grundlage für ein stilvolles und hochwertiges Gesamtbild. Wer sich einen einheitlich homogenen Dielenboden mit Designvielfalt wünscht, liegt dagegen mit WPC richtig.

Eine Terrasse soll ein Gefühl von Urlaub vermitteln, daher ist es besonders wichtig, dort unbeschwert barfuß laufen zu können. Massives Holz hat definitiv eine ganz besonders angenehme Haptik. WPC Dielen können den typischen Holzcharakter zwar nicht vermitteln, fühlen sich aber umso mehr nach echtem Holz an, je höher der Holzanteil ist.

Was ist pflegeleichter

Selbstverständlich benötigen alle Terrassenbeläge ein gewisses Maß an Pflege, jedoch muss man den Begriff Pflege auch etwas genauer definieren. Entgegen der landläufigen Meinung benötigen Holzterrassendielen definitiv nicht mehr Pflege als WPC Dielen. Unter Pflege verstehen wir, den Belag nach Bedarf zu reinigen, damit sich dort keine Moose, Algen und Verschmutzungen ansammeln.

Alle Holzarten bilden im Laufe der Zeit eine graue Patina. Dem kann man entgegenwirken und ein- bis zweimal im Jahr den Holzbelag mit pigmentiertem Öl behandeln. Da es hierbei jedoch rein um die Optik geht, sollte man an dieser Stelle nicht von Pflege sprechen.

Ein immenser Vorteil eines Massivholzbelags ist, dass dieser bei kleineren Beschädigungen abgeschliffen werden kann, etwa bei Kratzern durch Steine oder verrückte Stühle. Bei einem WPC Belag ist das nicht möglich. Ein WPC Belag sollte direkt nach dem Verlegen erstmalig imprägniert werden.

Die Entscheidungsfindung

Vorteile HolzVorteile WPC
Klassische Holzoptik mit lebendiger MaserungKann keine Splitter bilden
Deutlich geringere LängenausdehnungGroße Designvielfalt
Reagiert weniger empfindlich auf Frost
Heizt sich bei starker Sonne weniger auf
Je nach Holz eine höhere Lebenserwartung
Besonders angenehme Haptik
Kann bei kleineren Beschädigungen abgeschliffen werden
Kann optisch durch pigmentierte Öle erneuert werden
Benötigt keine Erstimprägnierung und keine speziellen Reiniger

Eine eindeutige Kaufempfehlung können wir nicht geben, denn beide Materialien bieten Vor- und Nachteile, die Sie selbst nach Ihren persönlichen Prioritäten bewerten müssen. Unser Bestreben war es, Ihnen die Entscheidung mit diesem Artikel zu erleichtern.